Andrea Christansen
Kieler Nachrichten Andrea Chrstiansen Anreayurveda

KN v. 12.11.2019

Schön, dass Du mich auf meiner Seite besuchst

 

Ich heiße Andrea Christiansen und bin am 15.12.1978 in Kiel geboren. Mit meinem Mann und meinen beiden Kindern wohne ich in Kiel-Hassee.

Mit 17 Jahren bin ich aufgrund einer Sehnervenentzundung erblindet.

Hier biete ich nun ab dem 1. November 2019 ayurvedische Massagen an.

 

Wie ich zum Ayurveda kam und was es mir bedeutet:

Lange Zeit ging ich als Justizangestellte einer Bürotätigkeit nach. Schnell habe ich gemerkt, dass ich mir einen Ausgleich zu der sitzenden Tätigkeit suchen wollte.

Durch einen Massage-Schnupperkurs an der Volkshochschule bekam ich gefallen an Massagen und merkte, dass das Sehen für diese schöne Arbeit nicht nötig ist. Die Dozentin war auch Ayurveda-Masseurin und empfahl mir dieses doch einmal auszuprobieren.

Ich war auf Anhieb begeistert und machte 2007 eine Ausbildung zu Ayurveda-Masseurin an der europäischen Akademie für Ayurveda in Birstein (vielleicht ein Link).

 

Die Ausbildung war für mich der absolute Volltreffer. Es war alles so schön, ruhig und liebevoll aufeinander abgestimmt. Als die Dozentin uns die verschiedenen Massagen erklärte und zeigte, sagte sie sehr oft:“ Macht doch bitte einmal eure Augen zu, dann könnt ihr es besser spüren“. Die Augen können manchmal von dem Gespür in den Händen oder dem Gespür einer Situation oder der jeweiligen Atmosphäre ablenken.

Ich war also klar im Vorteil und meinen Mitstreiterinnen um einiges voraus.

 

Mir bedeutet diese Arbeit sehr viel, denn in dieser heutigen Zeit wo alles schneller, höher und weiter sein soll, ist das eine schöne Art und Weise einmal abzuschalten. Auch für mich als Massierende.

Denn ich mag Menschen, ich mag das Gefühl von dem warmen Öl und den sanften Bewegungen auf der Haut. Die ruhige Musik und die sanften Düfte versorgen dann auch noch Ohr und Nase.  Ich bin froh, dass ich für mich eine so schöne Beschäftigung gefunden habe, die auch anderen noch so gut gefällt.

 

Wie ich blind wurde:

Zwischen meinem 12. und 17. Lebensjahr bin ich an einer immer wiederkehrenden Sehnervenentzündung erblindet. Zuerst endzündete sich der Sehnerv von meinem rechten Auge. Bis zu acht mal im Jahr war ich im Krankenhaus und wurde mit Cortison behandelt. Außer vielen Nebenwirkungen brachte es immer nur kurzfristig etwas und führte letztendlich doch dazu, dass mein rechtes Auge blind wurde.

Nach einigen Monaten befiel die Sehnervenendzündung dann auch auf das linke Auge. Es wurde alles ausprobiert bis hin zu einer Chemotherapie. Auf Dauer brachte jedoch keines der Medikamente etwas.

Es war eine sehr ungewisse Zeit und ein auf und ab der Gefühle.

Ich habe das große Glück die besten Eltern der Welt zu haben und eine ziemlich coole Schwester. Meine Eltern waren immer für mich da, also zu jeder Untersuchung usw. dabei. Mit meiner Schwester bin ich trotz Blindheit in Diskos gegangen und hatte immer einen super Spaß.

Ich war ein paar Mal verliebt, zwei Mal verlobt und jetzt glücklich verheiratet. Ich bin stolze Mama von zwei tollen Kindern. Ich habe sie gestillt und gewickelt und mir mit ihnen die Nächte um die Ohren geschlagen.  Ich spiele und tobe mit ihnen und ärgere mich über unaufgeräumte Kinderzimmer. Ich räume auf, putze und koche.

Also alles im allem läuft es bei mir genauso wie bei allen anderen - nur, dass ich nicht gucken kann.

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